Wurzelbehandlung

Die Behandlung der Wurzelkanäle ist eine Schlüsseldisziplin in der Zahnheilkunde, wenn es um die Frage „Zahnerhalt oder Zahnverlust“ geht.

Was ist eine Wurzelkanalbehandlung?

Zähne bestehen aus einer Zahnkrone (Anteil des sichtbaren Zahns) und einer Zahnwurzel (Anteil des Zahns im Knochen). Je nach Zahn (Frontzahn oder Backenzahn) können zwischen einer bis manchmal sogar vier Wurzeln vorhanden sein. In der Zahnwurzel befindet sich ein Hohlraum, der die Wurzel längs durchzieht. In diesem Wurzelkanal verlaufen der Zahnnerv und die Blutgefäße.

Ist ein Zahnnerv entzündet oder abgestorben, muss der Wurzelkanal in seiner vollen Länge gründlich gereinigt werden. Eine Wurzelbehandlung hat zum Ziel, sämtliche toten oder entzündeten Nervenanteile und Bakterien aus dem Zahn zu entfernen. Dabei wird der gesamte Wurzelkanal mit Spüllösungen desinfiziert. Anschließend erfolgt eine Versiegelung mit Füllmaterial.  

Mehr dazu erfahren Sie in diesem Video von Dr. Jochen Düchting.

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Moderne Behandlungsmethoden

Wenn eine Karies den Zahnnerv befällt und der Nerv sich dadurch entzündet, muss er entfernt werden. Mithilfe von modernen Behandlungsmethoden können wir den Zahn dennoch lange erhalten. Durch moderne Geräte verzichten wir auf einen Großteil der Röntgenbilder und reduzieren damit die Strahlenbelastung. 

Wann ist eine Wurzelbehandlung notwendig?

Akute Entzündung des Zahnnervs

Wenn Bakterien in den Wurzelkanal eindringen, etwa durch eine tiefe Karies am Zahn, kann eine Entzündung des Zahnnervs und der Blutgefäße die Folge sein. Häufig ist eine solche Entzündung nicht mehr zu heilen.

Abgestorbener Zahnnerv

Der Zahnnerv kann durch eine Einwirkung von außen absterben, etwa durch einen Schlag oder eine Verletzung.

Auch durch eine längere Zeit bestehende Karies, die nicht therapiert wurde, kann der Nerv absterben. Manchmal passiert das, ohne dass Betroffene das merken. Häufig wird dieser Befund erst durch die klinische und röntgenologische Untersuchung sichtbar.

"Unsere fachliche Expertise und modernste technische Ausstattung garantieren Wurzelbehandlungen auf dem neuesten Stand der Zahnmedizin."
– Dr. Jochen Düchting

Ausgefeilte Technik und Expertise für beste Ergebnisse

Im Gegensatz zu anderen Therapien gibt es bei der Art der Wurzelbehandlung kaum Alternativen. Viele Wurzelkanäle, vor allem die der Backenzähne, sind stark gekrümmt und verzweigt. Die Aufbereitung und Reinigung solcher Kanäle ist nur mit hochflexiblen Instrumenten möglich. Eine Wurzelbehandlung kann deshalb etwas länger dauern oder es finden mehrere Sitzungen statt.

Nur eine professionelle Behandlung, bei der in unserer Praxis modernste Materialien und eine ausgefeilte Technik zum Einsatz kommen, liefert die besten Ergebnisse. So kann der behandelte Zahn noch über viele Jahre erhalten bleiben.

Aufgrund des hohen Aufwandes ist eine Wurzelbehandlung häufig mit Kosten verbunden, die Patientinnen und Patienten teilweise privat zu tragen haben. Gut zu wissen: Der zeitliche und finanzielle Aufwand lohnt sich. In den meisten Fällen kann mit einer Wurzelbehandlung der Verlust des Zahns verhindert werden. Wir beraten Sie gerne zu den Kosten.

Was passiert nach einer Wurzelkanalbehandlung?

Die Wurzelbehandlung endet mit der sogenannten Wurzelfüllung, einem Material, das in den Wurzelkanal eingebracht wird. Wurzelbehandelte Zähne werden mit der Zeit häufig spröde, da die den Zahn ursprünglich versorgenden Blutgefäße nicht mehr existieren. Aus diesem Grund und weil solche Zähne aufgrund ihrer Vorgeschichte meist zu großen Teilen zerstört sind, müssen wurzelbehandelte Zähne stabilisiert werden.

Das Mittel der Wahl ist in fast allen Fällen eine Krone. Sie verhindert, dass sich im Zahn Risse bilden und der Zahn auseinanderbricht. Ist der Zahn sehr stark zerstört, muss unter Umständen vor der Krone ein Glasfaserstift in den Zahn eingebracht werden. Dieser stabilisiert den Zahn zusätzlich. Eine Füllung kann den Zahn nur temporär stabilisieren.

Die Versorgung wurzelbehandelter Zähne mit einer Füllung anstatt einer Krone sollte langfristig vermieden werden. Häufig brechen diese Zähne bei etwas größerer Belastung und müssen dann entfernt werden. Das ist auch deshalb schade, weil sich in diesen Fällen die aufwendige und zeitintensive Wurzelbehandlung nicht gelohnt hat.

Patient in Behandlung